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Blumengarten Monat September
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Das Um - und Einpflanzen der Zwiebeln von im Juni / Juli blühenden Lilien ist in der ersten Septemberhälfte vorzunehmen. Es handelt sich dabei um folgende Arten: Goldbandlilie, Feuerlilie, Kanadische Lilie, Langblütige Lilie und Türkenbundlilie. Die Pflanztiefe beträgt ungefähr 3 bis 4 fache der Zwiebelhöhe und liegt zwischen 15 und 20 cm. Auch der Abstand von Zwiebel zu Zwiebel muß 15 bis 20 cm betragen.Narzissen gedeihen in sandigen Lehmböden mit gutem Humusgehalt am besten. Frischen Stallmist vertragen sie aber nicht. Wo es dem Boden am Humus fehlt, darf man also nur stark verotteten Stallmist oder feuchten Torf geben. In nassen und kalkarmen ( sauren ) Böden versagen Narzissen.Der günstige Zeitpunkt zum Legen der Narzissenzwiebeln fällt in den September. Wer Beetweise pflanzt, nimmt einen Reihenabstand von 20 cm. Auf der Reihe werden sie 10 bis 15 cm auseinander gelegt. Bei truppenweisem Legen der Zwiebeln genügt ein allseitiger Abstand von 15 cm. Die Pflanztiefe beträgt 15 cm.Obwohl die Hauptpflanzzeit der Tulpenzwiebeln in den Oktober fällt, kann man sie schon im letzten Septemberdrittel in den Boden bringen. Die Pflanztiefe beträgt 10 cm. In schweren Böden genügen 8 cm. Als Reihenabstand sind 20 cm erforderlich. Auf der Reihe genügen 10 cm. In Trupps gelegt, genügt ein allseitiger Abstand von 10 bis 12 cm. Kleinen, nicht blühbaren Zwiebeln gibt man jeweils die halben Abstände.Tulpen sind bezüglich der Bodenverhältnisse nicht besonders anspruchsvoll und gedeihen auf leichten und schweren Böden. Der Boden muß gut durchlässig, darf aber im Winter und Frühjahr nicht zu trocken sein. Eine neutrale Bodenreaktion ( etwa pH 7 ) sagt den Tulpen am besten zu.Beim Legen der Hyazinthenzwiebeln muß man aufpassen, das der Wurzelkranz am Zwiebelboden nicht verletzt wird. Die Pflanztiefe hängt von den Bodenverhältnissen ab. In schwereren Böden darf man sie nur 10 cm tief legen, in leichten sind aber 15 cm angebracht. Als Zwiebelabstand genügen bei starken Zwiebeln 15 und bei schwachen 12 cm. Hyazinthen wirken am besten, wenn man sie in Trupps zusammenlegt.Den Winterling sollte man nur umpflanzen, wenn es die örtlichen Platzverhältnisse erfordern. Ungestört entwickelt er sich am besten und sät sich auch selbst aus. Er gedeiht sonnig und auch im Halbschatten. Der beste Standort ist vor einem lockeren Laubgehölz. Beim Ausgraben der Knöllchen muß man sehr aufpassen, weil sie erdgrau gefärbt sind. Der Winterling wirkt nur in Trupps von 10 bis 12 Stück und mehr. Die Knöllchen pflanzt man etwa 5 cm tief und auch so weit auseinander. Der Boden muß sehr humusreich sein.Den im April / Mai blühenden Sauerklee trifft man viel zu wenig an. Das nur etwa 10 cm hoch werdende Knöllchengewächs eignet sich sehr gut für schattige Stellen vor Ziersträuchern. Er wächst im gut verotteter Lauberde am besten.Alle oben erwähnten Zwiebel - und Knollengewächsen gibt man im Anschluß an das Legen eine Bodenschutzdecke. Unter ihr bleibt der Boden gleichmäßig feucht, was sich auf das Wohlbefinden dieser Gewächse sehr günstig auswirkt. Die meisten brauchen die Bodenschutzdecke, damit keine Winterverluste eintreten. Eine Laubdecke kann 10 cm stark sein. Sie muß aber im zeitigen Frühjahr auf die Hälfte verringert werden.Mit Ausnahme der Spätherbstblüher (Herbst - und Winterastern) können alle Rabattenstauden im September geteilt und gepflanzt werden. Beim Teilen werden alle oberirdischen Teile kurz über der Erde abgeschnitten. Die Wurzeln kürzt man etwa um die Hälfte. Die Teilstücke dürfen aber nicht zu klein sein, weil sie sonst im ersten Jahr nur spärlich blühen. Beim Pflanzen muß man das Pflanzloch so groß graben, das die Wurzeln senkrecht in die Erde kommen. Festes Einpflanzen und anschließendes Gießen ist bei allen notwendig. Sicheres Einwachsen erzielt man mit einer Bodenbedeckung im Anschluß an das Pflanzen.Empfindliche Stauden, wie Anemone japonica, Helianthemum und Kniphofia sollte man im Herbst nicht anrühren und erst im Frühjahr pflanzen oder verpflanzen. Dadurch schützt man sich vor Verlusten, die man auch durch eine gute Winterschutzdecke nicht immer vermeiden kann.In den Staudenrabatten werden Ende September alle als Lückenbüßer verwendeten Einjahrsblumen entfernt. Die meisten von ihnen sind bis zu diesem Zeitpunkt unansehnlich geworden. Bei dieser Gelegenheit schneidet man auch die oberirdischen Teile der Stauden ab, die nicht mehr blühen und deren Blattwerk im Absterben begriffen ist.Die Pflanzen im Steingarten sollte man in der zweiten Hälfte des Monats gründlich durchsehen und bei übig gewucherten den Umfang verringern. Von den starkwachsenden Pflanzen werden die anderen sehr leicht unterdrückt. Das sind meist die wertvollsten. Wo sich der Umfang nicht durch einfaches Abschneiden verringern läßt, muß man die Pflanzen herausnehmen und teilen.Trockenmauern müssen bis Ende September nocheinmal überprüft werden. Dabei ist besonders zu achten, das alle Fugen gut mit Erde ausgefüllt sind. Ein Gemisch von verrottetem Stallmist und sandiger Lehmerde ist am geeignetsten. Gleichzeitig sind zu umfangreich gewordene Polsterstauden, die oft andere überwuchern, zu beschneiden.Wer in seinem Garten winterharte Nelken hat, sollte schon im September an die Maßnahmen denken, die sie gegen Kaninchenfraß schützen. Kaninchen fressen die Nelken im Winter besonders gern. Am wirksamsten ist das Überziehen oder Umgeben der Nelken mit Maschendraht. Akazienzweige haben sich auch als guten Schutz bewährt.Die Blütenentwicklung der sogenannten Winterastern ist sehr schlecht, wenn die Pflanzen unter Wassermangel leiden. Als Winterastern bezeichnet man die winterharten Formen von Chrysanthemum indicum, die im September und später ihre Blüten im Freien entfallen. Beim Gießen muß man das Naßmachen der Blätter vermeiden, weil sonst sehr leicht Blattkrankheiten entstehen.Wenn man die unansehnlich gewordenen Blütenstände bei der Goldrute nicht beizeiten entfernt, kann diese an sich brauchbare Staude zum lästigen Unkraut werden. Sie setzt nämlich sehr leicht und in großen Mengen Samen an, der vom Wind in der ganzen Umgebung verstreut wird. Die Samenkörner sind völlig winterhart und gehen 100 %ig auf. Die Blütenstände muß man abschneiden, sobald die Einzelblüten ihre Farbe verloren haben.Zum Pflanzen von Stiefmütterchen, Tausendschönchen und Vergißmeinnicht ist das erste Septemberdrittel der letzte Termin.Die Knollen der frühblühenden Gladiolensorten sollte man schon im Laufe des Septembers aus dem Boden nehmen. Man wartet nicht, bis die oberirdischen Teile restlos vergilbt oder abgestorben sind. Es hat sich nämlich erwiesen, das die Entwicklung von Krankheitserregern an den in der Erde befindlichen Knollen sehr schnell fortschreitet. Durch frühes Ernten der Knollen wird das verhindert, zu mindestens unterbrochen. Das darf uns aber auch nicht dazu verleiten, die Knollen zu früh aus der Erde zu holen. Den frühsten Zeitpunkt erkennt man an den Wurzeln. Sobald sie die ersten Absterbeerscheinungen zeigen, kann geerntet werden. Um das festzustellen, nimmt man eine Knolle probeweise aus der Erde oder legt auf einer Knollenseite die Wurzeln frei. Abgestorbene Wurzeln sind innen braun.Zum Ausgraben der Gladiolenknollen muß man eine Grabegabel nehmen. Der Spaten ist dazu ungeeignet, weil man damit an den Knollen Schaden anrichten kann. Beim Ernten der Knollen muß aber jede Beschädigung vermieden werden. Schon die kleinste Abschürfung bietet den Erregern der Knollenkrankheiten einen Angriffspunkt. Alle beschädigten Knollen gehen meist auf dem Winterlager zugrunde und stecken die gesunden an. Die an den Knollenwurzeln haftende Erde wird sauber abgeschüttelt.Dahlienblumen halten sich länger in den Vasen, wenn sie im richtigen Stadium geschnitten werden. Der beste Zeitpunkt zum Schneiden ist der frühe Morgen. Nur die Blumen werden geschnitten, die sich voll entfaltet haben. Alle Nebenknospen schneidet man ab. Sie entfalten sich in der Vase sowieso nicht und verringern nur die Haltbarkeit der Blumen. Den Blumenstielen darf man nur so viel Blätter lassen, das die dekorative Wirkung gewahrt bleibt. Abgeschnittene Dahlienblumen gehören sofort ins Wasser und dürfen keinem Luftzug ausgesetzt werden. Sie müssen recht tief im Wasser stehen. Das Wasser ist täglich 2 x zu wechseln.Dahlien blühen bis in den Oktober hinein, wenn man sie gegen eventuell schon im September auftretende Nachtfröste schützt. Die Septembernachtfröste sind meist so gering, das über die Pflanzen gehängte leichte Tücher als Schutz reichen.Nadelhölzer ( Koniferen ) und alle wintergrünen Gehölze muß man ab September ohne Rücksicht auf das Wetter mit Wasser versorgen, wenn sie gut über den Winter kommen sollen. Wenn an diesen Gewächsen im Winter Schäden entstehen, dann ist meist nicht der Frost, sondern Trockenheit die Ursache. Nadelhölzer transpirieren auch im Winter. Dadurch entstehen in der Pflanze Wasserverluste, die sie mit Hilfe der Wurzeln aus dem Boden ersetzen. Das können sie aber nur, wenn im Boden genügend Feuchtigkeit enthalten ist. Andernfalls vertrocknen die Pflanzen. |