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Blumengarten Monat November
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Die Gladiolenknollen bringt man erst dann in den Überwinterungsraum, wenn sie völlig trocken sind. Die Zeit zum Putzen ist gekommen, wenn sich die alte Knolle vom Boden der neuen leicht lösen läßt und die Hüllen der Knollen beim Bewegen rascheln. Der vorerst an der Knolle verbliebene Stengelteil wird beim Putzen entfernt.Alle kranken und beschädigte Gladiolenknollen sind beim Putzen auszusortieren. Sie dürfen auf keinen Fall mit den gesunden in das Winterlager kommen. Sie würden diese anstecken. Soweit es sich um geringfügige beschädigte handelt, bewahrt man sie in einem besonderen Raum auf, denn sie sind oft noch zu verwenden.Die Hart - und Trockenfäulen sind Gladiolenknollenkrankheiten, die großen Schaden anrichten. Man erkennt diese schon im Herbst an den Knollen. Sie haben braune, etwas eingesunkene Flecken mit teilweise erhabenem Rand. Stark befallene Knollen trocknen mit der Zeit zu braunen bis schwarzen Mumien zusammen.Die Lagerfäulen an Gladiolenknollen sind meist die Folge unsachgemäßer Lagerung. Darum muß man schon beim Ernten auch jede geringe Beschädigung vermeiden. Durch andere Erreger verursachter Gewebeschaden ist für die Lagerfäulen ebenfalls ein Angriffspunkt.Gladiolenknollen verlangen einen trockenen, luftigen Überwinterungsort, der Temperaturen von 8 bis 12 Grad aufweist. Man legt die Knollen am besten in flachen Steigen, wie sie für Tomaten verwendet werden. In jede Steige (Kiste) kommen nur 2 Schichten. Sie können übereinander gestellt werden, so das man wenig Platz benötigt. In etwa 4 wöchentlichen Abständen stapelt man die Steigen um. Dabei sollte man auch die Knollenschichten umwechseln.Das Aufbewahren von Gladiolenknollen in Plastikbeuteln hat sich gut bewährt. Dabei sind aber gelochte Beutel zu verwenden. In den anderen kommt es zu Schwitzwasserbildung, was sich nachteilig auf die Knollen auswirkt. In jeder steckt man ein Namensschild der Sorte.Wer für Gladiolenknollen keinen frostsicheren Raum hat, kann sie in Torf schichten. Dazu sind luftig gebaute Kisten notwendig. Der Torf muß völlig trocken sein. Von der Kistenwand, dazu gehören auch Boden und Deckel, müssen die Knollen mindestens 5 cm entfernt liegen. Sämtliche Knollen sind also mit Torf zu umgeben. Sie werden in Schichten eingelegt. Die Knollen dürfen sich nicht berühren. Die einzelnen Schichten sind durch eine etwa 2 cm starke Torfschicht zu trennen. So aufbewahrt, schaden ihnen auch Raumtemperaturen von minus 5 bis 6 Grad nicht.In ungünstigen Lagen ist es angebracht, die Palmlilie (Yucca) mit einem Winterschutz zu versehen.Das gilt vor allem dort, wo diese schöne Staude scharfen Ostwinden ausgesetzt ist. Neben einer Bodenbedeckung aus Laub oder Torf ist Sonnenschutz wichtig. Dazu eignet sich Schilf oder Fichtenreisig. Das Schutzmaterial wird um die Pflanzen herum dicht in den Boden gesteckt und über der Pflanze zusammengebunden.Alle in der Erde überwinternden Zwiebel - und Knollengewächse sollte man im Laufe des Novembers mit einer Schutzdecke versehen. Verrotteter Stallmist oder Torf eignen sich dazu besser als Laub, das man aber als Behelf verwenden kann. Die Schutzdecke bringt man 5 bis 6 cm hoch auf.Im November darf man nicht versäumen, seinen Stauden im Steingarten neben der Bodenbedeckung einer Fichtenreisigdecke zu geben. Dann ensteht auch in schneearmen Wintern keine Verluste. Die Reisigdecke ist vor allem bei den wintergrünen Stauden wichtig.Im Sumpfgärtchen werden Anfang November die Pflanzen ausgeputzt und mit Winterschutz versehen. Die über Winter einziehenden Sumpfpflanzen schneidet man dicht über den Boden ab. Anschließend erhählt alles eine dichte Decke aus Fichtenzweigen.Die in Gefäßen stehenden Seerosen und sonstigen Wasserpflanzen bringt bringt man nach dem Entleeren der Becken in das Winterquartier. Dafür eignet sich am besten ein frostfreier Keller, der aber nicht zu warm sein darf. Temperaturen zwischen 1 bis 5 Grad sind am besten. Wenn sie höher liegen, kommt es zu einem unerwünschten Austrieb der Pflanzen. Vor dem Einräumen schneidet man alle schlechten Pflanzenteile sauber ab, damit keine Fäulnis entsteht.In manchen Jahren macht sich auch im November noch ein Rasenschnitt nötig. Je kürzer der Rasen in den Winter geht, um so geringer sind die Schäden durch Auswintern. Kann man auch im Oktober nachlesen.Eine etwa 4 bis 6 mm starke Erdschicht auf dem kurz geschnittenen Rasen verhindert das Auswintern. Komposterde eignet sich dazu am besten. Sie muß gesiebt und nach dem Ausstreuen gleichmäßig verharkt werden. Die Hauptsache ist, das die Komposterde möglichst kein Unkrautsamen enthält.Die für das Frühjahr vorgesehene Neuanlage einer Rasenfläche sollte man möglichst schon im November durch Graben vorbereiten. Dann hat sich die Erde bis zum Frühjahr gesetzt, was für die Rasenaussaat sehr günstig ist. Das gegrabene Land bleibt aber in rauher Scholle liegen, was man im Oktober auch nachlesen kann. Im Frühjahr braucht es dann nur glattgeharkt werden.Da die meisten Gräser in gut duchlüftbarem Boden am besten gedeihen, muß man beim Graben an die Bodenverbesserung denken. Diesen Zustand des Bodens erreicht man durch Einarbeiten von Komposterde oder Torf. Ob Kalk eingebracht werden muß, ergibt eine Bodenprobe.Solange der Boden noch nicht gefroren ist, kann man auch im November zu groß gewordene Ziergehölze noch entfernen und duch neue ersetzten. Dabei ist vor allem darauf zu achten, das nicht dieselbe Pflanzengattung gepflanzt wird.Sobald das Laub restlos gefallen ist, wird der Boden unter den Ziersträuchern gegraben. Um Schäden an den oft flach verlaufenden Wurzeln zu vermeiden, nimmt man dazu die Grabegabel. Unter den Sträuchern liegendes Laub wird oberflächlich eingegraben.Ende November kann man mit dem Schnitt der Ziergehölze beginnen. Es ist aber besser, damit zu warten, trittfest gefroren ist, sofern man unter den Sträuchern schon gegraben hat (siehe oben).Ende November erhalten die zweijährigen Sommerblumen, die im kommenden Frühjahr blühen sollen, eine Schutzdecke aus Fichtenzweigen. Sie ist vorallem beim Vergißmeinnicht unerläßlich. Diesen Schutz sollte man auch der Glockenblume, dem Goldlack, dem Stiefmütterchen und ähnlichen nicht vorenthalten. Sonst sind im schneearmen Wintern die Verluste unvermeidlich.Der Sommerflieder (Buddleja), die Säckelblume (Ceanothus), der Eibisch (Hibiscus), die Tamariske (Tamarix) und der Schneeflockenstrauch (Chionanthus) frieren in schneearmen Wintern bis zum Boden zurück. Um das zu verhindern, bedeckt man den Boden unter diesen Ziergehölzen etwa 20 cm stark mit Laub. Zusätzlich wird jede Pflanze mit Laub in derselben Stärke angehäufelt.Alpenrosen (Rhododendron), Stechpalmen (Ilex), Loorbeerkirschen (Kirschloorbeer, Prunus laurocerasus) und Eiben (Taxus) sollte man im November mit einem leichten Gerüst überbauen, das mit Fichtenzweigen behängt wird. Dadurch wird die winterliche Verdunstung der Blätter wesentlich herabgesetzt. Es gilt also, in erster Linie die Wintersonne und scharfe Ostwinde von den Pflanzen abzuhalten. Im übrigen sind alle genannten winterhart. Vor dem Bau des Gerüstes, erhält der Boden unter den Pflanzen eineetwa 10 cm starke Laub - oder Torfschicht.Als Winterschutz für die großblütigen Waldrebensorten (Clematis) genügt im allgemeinen ein lockeres Umhüllen mit Stroh oder Fichtenreisig. Obwohl die meisten Sorten winterhart sind, empfiehlt sich diese Maßnahme vor allem dort, wo die Pflanzen den Ostwinden ausgesetzt sind. In der Regel genügt das Umhüllen bis zu einer Höhe von 1,50 m. Die Pflanzen frieren dan wenigstens nicht bis zum Erdboden zurück. |