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Blumengarten Monat Mai
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Einblumige Chrysanthemen lassen sich auch im Kleingarten kultivieren. Dazu darf man aber nur Septemberblüher verwenden. Die Jungpflanzen werden Mitte Mai im Freien ausgepflanzt (20 x 20 cm). Anfang Mai ist das Auspflanzen möglich, wenn die Chrysanthemen mit Schutzhauben bedeckt werden. Die äußerste Triebspitze entfernt man. Nach neuem Austrieb bleibt nur der Spitzentrieb stehen. Alle Seitentriebe sind im Anfangsstadium auszubrechen. Bei regnerischem Wetter ist es aber besser, ihnen Anfang September einen Glasschutz zu geben. Dazu genügt auch auf Rahmen genagelte lichtdurchlässige Folie. Man kann auch die einzelnen Knospen, sobald sie Farbe zeigen, einbeuteln.Die Gerbera kann man auch im Garten zum Blühen bringen. Dazu ist aber Glasschutz erforderlich, wobei einige hochgelegte Frühbeetfenster genügen. Sie werden auf einem 0,80 bis 1 m hohen Lattengerüst sturmsicher fest gemacht. Das auspflanzen ist nicht angebracht. Man pflanzt die Gerbera besser in Töpfe von etwa 20 cm Durchmesser und senkt sie bis an den Topfrand in den Boden. Bei Frostgefahr bringt man sie in den Keller, wo sie bei einigen Graden über Null fast trocken überwintert werden. Anfang Mai kommen sie wieder unter die Frühbeetfenster. Bis die Nachtfrostgefahr vorüber ist, sind die offenen Seiten des Gestells mit Türen oder Decken zu verhängen. Sobald reges Wachstum einsetzt, erhalten die Gerbera wöchentlich 0,2 % Nährlösung eines Volldüngers.In der 2. Maihälfte sollte man Stauden nur noch mit Topfballen pflanzen. Das trifft vorallem auf tiefwurzelnde Stauden zu, wie beispielsweise Mohn und Malve. In Töpfen vorkultivierte kann man in jedem Entwicklungsstadium pflanzen.Die Gunera (chinesis und manicate) kommt nur mit gutem Schutz durch den Winter. Sie verlangt eine sorgfältige Pflanzgrube. Beste Pflanzzeit sind die ersten Maitage. Die Pflanzgrube muß 1x 1 x 1 m groß ausgehoben werden. Sie wird mit einem Gemisch von gut verrottetem Buchenlaub, Rasenerde und altem Kuhmist (gleiche Teile) gefüllt. Sonniger, gut feuchter Standort ist am günstigstem. Halbschatten wird vertragen. Sobald er Frost die Blätter zerstört hat, bedeckt man die Pflanzstelle mit einer etwa 20 cm starken Torfdecke. Darüber wird eine Kiste gestülpt. Sobald stärkere Fröste auftreten, umpackt man sie so stark mit Laub, das der Wurzelstock auch bei großer Kälte frostfrei bleibt. Das Laub wird Anfang April entfernt. Die Kiste erst, wenn keine Nachtfrostgefahr mehr besteht. Bei schönem Wetter ist zu lüften.Wenn sich bei Pfingstrosen (Paeonien) ein Teil der Knospen nicht weiter entwickelt, leiden sie meist unter Grauschimmelbefall. Durch den Erreger dieser Krankheit werden die äußeren Hüllen der Knospen zerstört oder so verklebt, das sich die Blüten nicht entfalten können. Damit sich der Grauschimmel nicht weiter verbreiten kann, sind alle befallenen Knospen, auch andere Pflanzteile, zu vernichten. Abschneiden muß man so, das etwa schon vorhandene Sporen nicht abfallen können. Der Grauschimmel tritt vorallem bei feucht warmen Wetter auf. Darum beim Gießen kein Wasser auf die Paeonienblätter gelangen lassen. Ein schattiger Standort der Paeonien födert das Auftreten dieses Übels.Die Phloxblüte (Staudenphlox) kann man durch Kürzen einiger Triebe wesentlich verlängern. Die gekürzten Triebe treiben wieder neu aus und entwickeln ihre Blütenstände bedeutend später als die nicht entspitzten.Das silberblättrigen Kreuzkraut (Senecio cineraria) ist eine schöne Einfassungspflanze. Er ist zwar nicht winterhart, kann aber im Herbst eingetopft werden und ist dann über den Winter eine schöne Blattpflanze für kühle Räume. Die Anzucht erfogt ab Anfang März aus Samen. Dazu ist aber ein Gewächshaus oder Frühbeet nötig. Darum kauft man besser ab Mitte Mai Pflanzen in kleinen Töpfen.Goldlack, Goldblumen (Campanula medium), Fingerhut und Malven müssen für die nächstjährige Blüte im Laufe des Mai gesät werden. Dazu braucht man nicht unbedingt ein Frühbeet, aber ein windgeschütztes sonniges Aussaatbeet. Der Samen ist so weitläufig auszustreuen, das die daraus hervorgehenden Jungpflanzen genügend Platz zum guten Entwickeln haben. Bei den feinkörnigen Samen ist das besonders zu beachten. Fingerhutsamen ist so klein, deshalb darf man den Samen nur ganz schwach mit Erde zu bedecken. Gleichmäßiges Aufgehen der Saat ist nur dann gesichert, wenn die Saatbeetoberfläche bis zu diesem Zeitpunkt nie trocken wird. Teitweilige Trockenheit während der Keimzeit kann die ganze Aussaat gefährden.Die erste Maihälfte ist der letzte Termin zum Pflanzen von Levkojen, Chabaudnelken, Chinesernelken und Löwenmaul. Alle vorstehend genannten Einjahrsblumen erleiden durch leichte Spätfröste keinen Schaden, wenn man über gut abgehärtete Jungpflanzen verfügt.Einjährige Sommerblumen eignen sich sehr gut als Lückenbüßer im Staudengarten. Durch Auswintern entstandene Lücken, die man durch Neupflanzungen nicht schließen konnte, lassen sich gut mit Sommerblumen ausfüllen. Dasselbe gilt für die Stellen, die durch das Aufblühen von Blumenzwiebelhorsten (Tulpen) entstehen. Die Sommerblumen müssen bez. der Höhe den umstehenden Stauden angepaßt werden.Nach dem 15. Mai kann man die meisten im Frühbeet vorkultivierten Sommerblumengattungen auspflanzen (siehe März unter Sommerblumen). Das trifft vor allem auf Sommerastern, Sommermargeriten und ähnliche zu. Sie müssen aber gut abgehärtet sein. Nur dann überstehen sie auch gelegentliche Nachttemperaturen bis zum Gefrierpunkt. Stärkere Temperaturrückgänge sind durch leichten Schutz (Haupen, Zeitungspapier) zu überbrücken.Dahlien entwickeln sich auch aus Stecklingspflanzen im ersten Jahr zu starken Büschen, wenn man sie im letzten Maidrittel pflanzt.Mit dem Pflanzen von Zinnien und Tagetes (Studentenblumen) sollte man unbedingt bis zum 20. Mai warten. Diese beiden Einjahrsblumen fallen schon den geringsten Kältegraden zum Opfer. Außerdem verlangen sie zum schnellen und sicheren Anwachsen warmen Boden, so das man sie schon aus diesem Grunde nicht früher pflanzen sollte.Wer auf eine nichtalltägliche Trockenblume zum Vasenschmuck für den Winter Wert legt, sollte die einjährige Staticenart (Limonium suworowii) auspflanzen. Sie fällt vor allem durch ihre rosenrot gefärbten Blütenstände auf. Im Gegensatz zu den anderen Arten entwickelt sie die Einzelblüten an langen verzweigten Trieben, die sie dichtstehend umgeben. Da die Blütenstände erst vollerblüht abgeschnitten werden, wirken sie auch am Standort ungemein reizvoll. Die im Frühbeet vorkultivierten und abgehärteten Pflanzen (Aussaat Anfang März) kann man Anfang Mai auspflanzen. Der Pflanzenabstand sollte 25 x 30 cm betragen.Sobald die Tulpen im Verblühen sind, schneidet man die Köpfe ab. Sie setzen sonst Samen an, der die Entwicklung der neuen Zwiebeln stark beeinträchtigt.Die abgeblühten Blumenzwiebelbeete kann man sehr gut durch Bepflanzen mit Sommerblumen (Einjahrsblumen) ausnutzen. Das betrifft insbesondere die Beete, in denen man die Zwiebeln von Tulpen oder Narzissen im Boden läßt. Die Sommerblumen pflanzt man zwischen die Reihen. Da sie meist nur 20 cm auseinanderliegen, muß man den Pflanzabstand auf der Reihe etwas reichlich bemessen, nicht unter 25 cm.Die Sterngladiole (Acidanthera bicolor var. murielae) ist nicht nur eine Gartenzierde, sondern auch eine wertvolle Schnittblume. Sie wird etwa 50 cm hoch und blüht weiß, kastanienrot gefleckt. Die Zwiebelknollen legt man im Mai etwa 5 cm tief in nicht zu leichten Boden. Sie sind nicht winterhart und daher im Herbst aus der Erde zu nehmen.Wer in seinem Garten was besonderes haben möchte, sollte sich Zwiebeln vom Korallentröpfchen (Bessera elegans) besorgen. Das Korallentröpfchen wird wie oben (Sterngladiole) gepflanzt und im Laufe des Mai gelegt. Es blüht dann von Juli bis September. Die schalachroten Einzelblüten stehen in durchschnittlich zehnblütigen Dolden zusammen.Die Ruhmeskrone (Gloriosa rothschildiana) ist eine etwa meterhohe Kletterpflanze und erfreut schon ab Ende Juni mit ihren lilienartigen Blüten. Die Knollen sollte man nicht vor dem 20. Mai in die Erde bringen. Sie müssen beim Legen sehr schonend behandelt werden. Die Ruhmeskrone wächst am besten in leichtem Halbschatten an windgeschützer Stelle. Das Pflanzloch sollte man mit humusreicher Erde füllen. Die Pflanztiefe beträgt etwa 10 cm. Die Knollen legt man waagerecht in die Erde. Entsprechend hoher Reiser sind zum Klettern beizustecken.Die Tagblume (Commelina coelestis) mit dem herrlichem blau ihrer Blüten sollte in keinem Staudengarten fehlen. Sie blüht, im Mai ausgelegt, von Juni bis September. Die knollenartig verdickten Wurzelstöcke werden wie Dahlienknollen überwintert. Die durchschnittliche Höhe der Blütenstände beträgt 50 cm. Die Tagblume hilft im Staudengarten manche Lücken gut auszufüllen, weil sie einzeln gepflanzt werden kann.Das Becherschwertel (Cypella herbertii) ist für jeden Steingarten ein Schmuckstück das man viel zu wenig sieht. Zwiebeln frostfrei überwintern. Es wird, einschließlich Blütenstand, nur etwa 40 cm hoch. Die Blüten sind kurios gebaut und orangegelb bis purpurrot gefärbt. Die Zwiebeln legt man im Mai horstweise aus. Als Zwiebelabstand genügen 10 bis 12 cm. Man legt die Zwiebeln nicht tiefer als 3 cm.Die sich bei Busch - und auch Hochstammrosen oft entwickelnden Wildtriebe sind an ihrer Basis abzuschneiden, sobald sie sichtbar werden. Da ihre Basis meist unter der Oberfläche liegt, muß man die hindernde Erde vorsichtig entfernen. Auch bei Kletterrosen ist auf Wildtrieb zu achten.Dem Auftreten des Mehltaus an Rosen muß man so früh wie möglich Einhalt gebieten.Mit den Kampfmaßnahmen darf man nicht erst beginnen, wenn die Blätter wie mit Mehlstaub überzogen sind. Sobald sich die ersten Anfälle zeigen, werden alle Rosen vorsorglich eingestäubt.Wo man die jungen Blätter der Rosentriebspitzen zusammen gesponnen findet, sind die Larven des Rosenwicklers am Werke. Wer diese Blattwinkel untersucht, endeckt grünliche Raupen von 1 bis 1,5 cm Länge. Die Bekämpfung ist nur durch Zerdrücken der in den Wicken sitzenden Raupen möglich. Dami kein großer Schaden entsteht, sind die Triebspitzen der Rosen laufend zu beobachten.Längs zusammengerollte Teilblätter der Rosen sind das sichere Zeichen für den Befall durch die Blattroll - Rosenblattwespe. Ihre Larven, die man in den gerollten Blättern findet, fressen das Blattgewebe und können bei starkem Auftreten wesentlichen Schaden anrichten. Darum gerollte Blätter beizeiten entfernen und die etwa 8 mm langen Larve (Raupen) zerdrücken.Der Befall durch die Rosentriebbohrer macht sich durch welkwerdende Triebe oder Triebspitzen bemerkbar. Man unterscheidet zwischen den aufwärts und dem abwärts bohrenden Triebbohrer. Es handelt sich dabei um Blattwespenlarven, die im Mark der Rosentriebe fressen. Sie sind weißlich gefärbt und etwa 1 cm lang. Als Bekämpfung hilft nur das Abschneiden und Vernichten der Triebe im Anfangsstadium der Welke. Dabei muß man die Triebe bis zum gesunden Teil abschneiden, um die Larven zu entfernen.Die vorgetriebenen Knollen der Begonien und die Rhizome des Blumenrohrs (Canna) darf man nicht vor dem 20. Mai auspflanzen. Beide sind sehr frostempfindlich und fallen auch leichten Spätfrösten zum Opfer. Bei Knollenbegonien genügt ein Pflanzabstand von 25 x 25 cm. Das Blumenrohr muß je nach Stärke des Wurzelstockes 40 bis 50 cm auseinander stehen.Die meisten Rabatten und Beetpflanzen sind frostempfindlich. Darum muß man mit dem Auspflanzen bis nach dem 20. Mai warten. Außer den bekannten Pelargonien (Storchschnabel) gehören dazu auch Semperflorens - Begonien, Ageratum, Heliotrop und die sogenannten Teppichbeetpflanzen (Alternanthera).Heidekräuter, wie Erica und Calluna, sollte man in jedem Jahr nach der Blüte zurückschneiden. Dabei nimmt man ihnen 1/2 bis 2/3 ihrer Länge. So erzielt man schöne, von unten auf dichte Büsche, die in jedem Jahr reichlich blühen.Die Semperflorens - Begonien (Eisblume, Gottesauge) eignen sich sehr gut für halbschattige bis schattige Stellen. Dort entwickeln sie sich im allgemeinen besser als in der Prallsonne. Wer mit ihnen eine dichte Einfassung erzielen will, darf nicht weiter als 15 cm auseinander pflanzen. Auch auf Blumenbeeten oder Rundteilen ist diese Entfernung einzuhalten.Die im Februar oder später vorbereitete Kakteenecke besetzt man in den letzten Maitagen mit Pflanzen. Dazu eignen sich robuste Arten der Gattungen Opuntia, Heliocereus, Cereus, Trichocereus, Echinopsis und Chleistocactus. Interessant wird die Anlage erst, wenn man andere sukkulente Pflanzen mit verwendet. Die Gattungen Aeonium, Echeveria, Greenovia, Pachyphytum und Sempervivum liefern dazu sehr schöne Arten.Viel Arbeit kann man sich durch Bodenbedeckung auf Blumenbeeten ersparen. Wer es irgendwie ermöglichen kann, den Boden zwischen Einjahresblumen und anderen mit einer Torfdecke zu versehen, braucht nicht zu hacken. Außerdem hält sich die Erde unter der Decke lange feucht. Auch das Wachstum wird wesentlich gefördert. Neben Torf eignet sich zur Bodenbedeckung auch verrotteter Stallmist.Ab Mitte Mai kann man auch alle empfindlichen Seerosenarten aus dem Winterquartier holen und in die Wasserbecken aussetzen. |