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Blumengarten Monat Februar
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Wenn der Boden frostfrei ist, kann man im Februar noch Tulpenzwiebeln pflanzen. Voraussetzung ist, das die Zwiebeln gut aufbewahrt wurden. Beim Pflanzen muß man darauf achten, das der meist schon geschwollene Zwiebelboden und der etwa vorhandene Austrieb nicht beschädigt werden. Die Zwiebeln also nicht in die Erde drücken.Besonders trockene und sonnige Stellen im Garten kann man schon im Februar für eine Kakteenecke vorbereiten. Auf durchlässigem Boden verteilt man reichlich Sand und Gesteinsbrocken, damit der Platz einen wüstenähnlichen Charakter annimmt. Da die Kakteen nur in der frostfreien Jahreszeit frei im Garten stehen können, pflanzt man sie nicht aus, sondern senkt sie mit den Töpfen ein. Darum muß die aufgebrachte Sandschicht so hoch sein, das die Töpfe nicht zu sehen sind. Über Gattungen und Arten wird im Mai berichtet.Ein Sumpfbecken (Sumpfmulde) läßt sich auch in einem kleinen Garten einrichten. Bis auf das Bepflanzen kann es bei jedem frostfreien Wetter angelegt werden. In der vorgesehenen Größe wird eine Mulde ausgegraben, die etwa 50 cm tief ist und nach den Rändern flach ausläuft. Damit das Wasser nicht zu schnell in den Untergrund abfließt, versieht man die Sohle der Mulde mit einer 4 bis 6 cm starken Lehmschicht, die festgestampft wird. Zum Füllen der Mulde verwendet man am besten eine Mischung aus gleichen Teilen nassen Torf und einer nährstoffreichen Humuserde, wie beispielsweise mit Nährstoffen angereicherte Lauberde oder gut verrottete Misterde. Wer sich Sumpfmoos (Sphagnum) beschaffen kann, sollte auch davon etwas dazwischen mischen. Mit dieser Mischung wird die Mulde so angefüllt, das sich die Oberfläche der Umgebung anpaßt. Mit Sumpfmoos kann man auch die ganze Oberfläche der Mulde bedecken, was einen sehr guten Eindruck macht. Ende März wird die Sumpfmulde bepflanzt.Mit einem Steingarten kann man nicht nur kleine Höhenunterschiede ausgleichen, sondern auch flache Hügel erstehen lassen. Er läßt sich aber auch auf ebenem Boden anlegen und ist in kleinsten Ausmaßen überall unterzubringen. Man darf aber beim Planen die Umgebung nicht vergessen. Der Steingarten muß sich harmonisch einfügen und darf nicht zu einem Steinhaufen werden, in dem Pflanzen ein kümmerliches Dasein führen. Als Übergang zu einem Sumpfbecken ist er besonders gut geeignet, auch als Verbindung zu einem Heidegarten. Die Ecken eines Treppenaufganges kann man ebenfalls als Steingarten gestalten.Neben den Steinen braucht man zum Steingarten auch den Pflanzen entsprechende Erde. Schnellkompost ist ein gutes Hilfsmittel. Nachdem die Steine verteilt sind, wird der zwischen ihnen liegende Boden gründlich (möglichst zwei Spatenstiche tief) bearbeitet. Humus muß auf jeden Fall eingearbeitet werden, ganz gleich, ob es sich um Sand - oder Lehmboden handelt. Die Stellen, die mit Heidepflanzen besetzt werden sollen, müssen besonders reichlich damit bedacht werden. Wer zum Anreichern Humus oder Schnellkompost zur Verfügung hat, braucht sich um die Nährstoffzufuhr nicht zu kümmern.Der Rohbau eines geplanten Steingartens wird in die weniger arbeitsreiche Zeit verlegt. Das heißt, sobald der Boden frostfrei ist, kann man ihn bis auf das Bepflanzen fertig machen. Zum Steingarten eignen sich auch die Steine am besten, die flächig und gut bearbeitbar sind. Findlinge sehen nicht immer gut aus. Sie dürfen nur mit den Köpfen aus der Erde schauen. Sand - und Kalksteine, auch Marmor und Grauwacke sowie Granitsteine sollte man nie einzeln lagern. Mit ihnen lassen sich sehr gut Gruppen in einigen Schichten anordnen. Dabei muß man sich streng an das natürliche Vorkommen halten. Das Schichten erfolgt demnach schräg oder waagerecht. Er muß immer so aussehen, als ob die Steine aus dem Boden herauswüchsen. Durch die Gruppenanordnung der Steine ergeben sich viele Bepflanz - möglichkeiten. Die Gesteinshäufungen können mit Trockenmauer - pflanzen beschickt werden. An ihren Grund pflanzt man mehr Feuchtigkeit liebende.Bei den Steingartenpflanzen handelt es sich meist um Pflanzen, die in Gebirgs - oder Geröllboden ihren Heimatort haben. Stehende Nässe, wie überhaupt nasse Böden vertragen die wenigsten. Wo die Durchlässigkeit des Bodens nicht gewährleistet ist, muß sie geschaffen werden. Dazu wird die Erde vor dem Verteilen und Setzen der Steine mindestens 25 cm tief ausgehoben, der Untergrund spatentief gelockert und mit einer Schicht wasserdurchlässigem Material bedeckt.Fast in jedem Ziergarten findet man ein Plätzchen, das sich mit wenig Aufwand als Heidegärtchen einrichten läßt. Die Einrichtung eines Heidegärtchens hängt aber nicht von den Platzverhältnissen ab, sondern von einer geeigneten Bodenart. Alle Heidepflanzen vertragen keine kalkhaltigen Böden. Außerdem verlangen sie einen recht warmen Boden und vollsonnigen Standort. Sandiger Humusboden oder humoser Sandboden ist am idealsten. Alle anderen Bodenarten muß man so stark mit feuchtem Torf anreichern, das sie den genannten ähnlich werden. Diese Arbeit führt man im Februar durch, sobald der Boden frostfrei ist. Dabei können auch schon die Tretplatten gelegt werden, die zwischen den Heidepflanzen sehr wirkungsvoll sind. Sie ermöglichen uns das Betrachten der Einzelpflanzen, ohne das wir den Boden festtreten. Das Heidegärtchen kann auch mit einer Sumpfmulde in Verbindung gebracht werden und in einen Moorbeetpflanzen - Gärtchen überleiten, wenn dazu die Verhältnisse günstig sind.Wo es die Platzverhältnisse gestatten, sollte man auf jeden Fall auch ein Sondergärtchen für Moorbeetpflanzen einrichten und die Vorarbeiten im Laufe des Februars vornehmen. Obwohl fast alle Moorbeetpflanzen volle Sonne vertragen, sollte man zu einem Sondergärtchen die Stelle im Garten ausnutzen, an dem sie im Halbschatten stehen können. Das sagt ihnen am besten zu. Alle Moorbeetpflanzen verlangen Moorboden, wie das schon die Bezeichnung andeutet. Dieser Bodenanspruch läßt sich aber leichter erfüllen, als es den ersten Blick den Anschein hat. Es genügt nämlich, das wir das erweiterte Pflanzbett entsprechend vorbereiten. An jeder Pflanzstelle heben wir ein Pflanzloch aus und füllen es mit feuchtem groben Torf. Die ausgehobene Erde wird im Gelände verteilt. In den meisten Fällen genügt das Pflanzbett ein Durchmesser von 50 cm bis 60 cm und eine Tiefe von 25 cm bis 30 cm. Der Torf wird beim Einfüllen gut festgetreten, damit er dicht liegt. Die Füllung muß mit der übrigen Bodenoberfläche in gleicher Höhe liegen.Ende Februar zeigen sich im Stein - und Staudengarten die ersten Blüten, wie beispielsweise die des Winterlings ( Eranthis hyemalis ). Darum ist es notwendig, dafür zu sorgen, das sie ungehindert ans Tageslicht kommen können. Fichtenreisig und Laubreste sind zu entfernen. Sie bleiben aber in der Nähe liegen, damit man bei starkem Frost etwas Schutz geben kann. Das soll ein Hinweis sein, das man sich auch in dieser Jahreszeit um seine Pfleglinge kümmern muß. |